Wie westliche Lebensmittel-Marken in China erfolgreich etabliert werden können – Teil 2

 

7. Die Marketingstrategie wird von der Preisgestaltung widergespiegelt (siehe Punkt 2, Teil 1). Faktoren wie beispielsweise Steuern, Zölle, Vertriebsstruktur sind jedoch zu berücksichtigen. Aufgrund hoher Kosten verkauft das Molkereiunternehmen »Organic Valley« seine Bio-Milch in China doppelt so teuer wie im Ursprungsland USA. »Für die Konsumenten ist die Marke bedeutender«, meint der Vizeverkaufsdirektor des Unternehmens. »Trotz des hohen Aufschlags verdoppelt sich der Umsatz des Unternehmens jedes Jahr.«

8. Ist die Ware gut, so lobt sie sich selbst, daher ist die Kommunikationspolitik sehr wichtig. Internationale Studien enthüllen, dass vor allem der Einfluss von Familie und Freunden eine wichtige Rolle bei der Auswahl der Marke spielt. Mundpropaganda ist der vertrauenswürdigste Weg der Kommunikation, für den Markeninhaber allerdings nicht unbedingt immer, da dieser die Kommunikation nicht immer positiv steuern kann. Umso wichtiger ist es, einen richtigen Kommunikationsmix einzusetzen.

9. Verbesserung der In-Store-Präsenz. Die chinesischen Konsumenten sind markenorientiert, jedoch nicht loyal. Die Entscheidung beim Shoppen können sie auch kurzfristig ändern. Deshalb ist es wichtig, dass die Unternehmen passende Vertriebskanäle wählen und die Marke richtig präsentieren. Dazu gehören Point-of-Sales-Hinweise, Produktdemos, persönliche Beratung, Aktivitäten zur Verkaufsförderung uvm.

10. Ein durchaus wichtiger Bestandteil der Businessstrategie für Lebensmittel ist E-Commerce. Man sollte hierbei Faktoren wie Logistik, Supply Chain, den eigenen Shop oder die bestehende Plattform, etc. beachten. Dabei sollten die Marktbedingungen und vor allen Dingen die Konsumenten genau untersucht werden.

Quelle/Urheber:
Janet Mo
CEO, Zentron Consulting
www.zentron-consulting.com

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