Soziale Medien in China verstehen

Soziale Medien in China verstehen

Der größte Markt sozialer Medien unterscheidet sich drastisch von dem anderer Länder – auch wenn der Weg zur idealen Strategie oftmals ähnlich gewählt werden kann, gibt es gewisse Punkte zu beachten, um die neue Kundschaft schnell in den Bann der eigenen Marke zu ziehen.

Es gibt hier kein Facebook, kein Twitter, kein Youtube – diese Social Media Giganten, die außerhalb Chinas den Markt der sozialen Medien regieren, sind hier nicht verfügbar und genau dieser Fakt zeigt, dass es doch einige Unterschiebe zwischen den verschieden Märkten gibt. Doch soziale Medien sind in China noch viel größer und weitläufiger genutzt als im Rest der Welt, daher bedarf es einer gezielten Strategie. Trotz allem fällen aber auch Chinesen nach bekannten Mustern ihre Entscheidungen – was ihnen gefallen könnte, was sie mögen, was sie anspricht.
Der Großteil der Zeit, den Chinesen online verbringen, sind sie auf Social Media unterwegs – sie haben oft multiple Profile, auf denen sie aktiv posten und haben diese auch immer dabei, da sie meist auf mobilen Geräten surfen.
Da es viele Konkurrenten auf dem chinesischen Social Media Markt gibt, ist es Firmen sehr daran gelegen, möglichst viel positives Feedback auf ihren Profilen und Seiten zu akkumulieren, denn negative Publicity hat schon oft zu einer Kettenreaktion an weiteren negativen Posts geführt. Es ist also sehr wichtig, genau zu beobachten, was die Kunden brauchen und wollen.
Die zwei größten lokalen Social Media sind Sina Weibo und Tencent Weibo – die unterschiedlichen Plattformen sind auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnitten, z.B. verschiedene geographische Regionen.

Wie gelangt man nun von diesen Erkenntnissen zu der richtigen Strategie?

Währen diese speziellen Anforderungen oft zunächst Verwirrung schaffen, sollte man trotz allem im Hinterkopf behalten, dass nicht alles was im Rest der Welt gilt hier ungültig ist. Hier ein paar Beispiele, wie westliche Firmen ihre Strategien nur leicht an den chinesischen Markt angepasst haben und damit erfolgreich waren:

Authentischer, auf den Nutzer angepasster Inhalt

Um ihre Marke Clinique in China zu promoten, veröffentlichte Estée Lauder ein Online Drama mit 40 Episoden, welche täglich gepostet wurden. Obgleich Hautpflege einen Platz in der Serie einnahm, wurden die Folgen als Entertainment wahrgenommen, nicht als Werbung. Trotzdem oder eben gerade deshalb, liegt Cliniques Markenwiedererkennung bei über 27% mehr als vor der Kampagne.

Eine Test-and-Learn Vorgehensweise

Als Dove ihre erste Kampagne startete, welche Frauen jeder Form und Hautarbe promoten sollte, sahen viele Chinesen die „echten“ Frauen als zu dick und unattraktiv an. Daraufhin änderte Dove seine Strategie – in Kooperation mit der chinesischen Serie Ugly Wudi, eine Adaption der US Serie Ugly Betty, wurde die „Real Beauty“ Kampange und Botschaft tranportiert und fand großen Anklang bei der chinesischen Bevölkerung.
Obgleich der erste Versuch, der eine bestehende Strategie wiederholte, fehlschlug, adaptierte Dove eine für den Markt wirksame Strategie und war damit sehr erfolgreich.

Übergeordnete Markenziele mit kontinuierlich gepflegten Social Media Profilen verstärken

Starbucks China zeigt die gleichen Bestrebungen und Anstrengungen in all seinen Social Media Profilen, als auch in seinen Läden. Dabei ist es wichtig stets Aktuelles zu posten und auf Kommentare und Nachrichten so schnell wie möglich zu reagieren – und genau das wird auf dem chinesischen Markt auch erwartet. Daher ist es wichtig ein Team zu haben, welches sich rund um die Uhr um die Profile kümmert, um negative Kommentare direkt in den Griff zu bekommen, bevor sie sich verbreiten. (cd)

 

 

 

Bild: ©chuyu/123rf.com

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GF China Marketing

GF China Marketing ist eine auf China spezialisierte Marketing-agentur. Der exklusive Blog bietet Ihnen essentielle Informationen über die effektivsten Vermarktungsmöglichkeiten in China.

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