Kulinarisches China (Teil 2)

Kulinarisches China (Teil 2)

Die Küchen Chinas sind vielfältig und interessant und eine Liste der Orte an denen man unbedingt mal etwas gekostet haben sollte, scheint endlos. Unsere Liste: „Chinas kulinarischste Städte“ decken zumindest alle der 8 großen Richtungen ab, die die chinesischen Küchen so einzigartig macht und gibt einen leckeren Überblick über die Kulinarik des Landes der Mitte, ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Nachdem die wohl bekanntesten Stile chinesischer Kochkunst wohl mit Hong Kong, Peking und Sichuan abgedeckt wurden, geht es heute in andere Landesteile:

Turpan
Fernab der Sehenswürdigkeiten Turpans, wie den Ruinenstädten Jiaohe und Gaochang, dem antiken Höhlenkloster Bäzäklik mit Wandmalereien des 9. Jahrhunderts und den „Flammenden Bergen“, kann man in der Metropole im Nordwesten der Volksrepublik auch ganz besondere Speisen genießen, der Küchenstil Turpans weist durchaus orientalische Einflüsse auf und bietet mit der Spezialität der Region, den Trockenfrüchten, einen vielleicht für manche Touristen eher unerwartete Köstlichkeit. Typische Gerichte werden damit verfeinert und ergänzen die orientalischen Gewürze, wie Kreuzkümmel und Koriander gut.
So werden der Lammbraten der Region oder die handgemachten Nudelgerichte in ganz China geschätzt und nachgekocht. Wer sie wirklich authentisch genießen möchte, den zieht es raus aus der Stadt aufs Land des Bezirks, wo der Geruch typischer, frischgebackener Fladenbrote, die dazu gereicht werden, schon von Weitem Gäste in die Lokalitäten in denen Turpans Küche zelebriert wird, lockt.

Xiamen
Der Nordwesten des Landes mit seinen Fladenbroten und Lammschultern und seinen orientalischen Gewürzen, stellt wohl nicht nur geographisch mitunter den größten Kontrast der kulinarischen Reise durch China dar. Die Min-Küche die auch als Fujian-Küche bekannt ist und im südöstlichen Xiamen kreiert wurde, ist vor allem für das Zusammenspiel von süß und sauer und für seinen Fisch, die Meeresfrüchte und alles Weitere was der Pazifik zu bieten hat, bekannt. Die Köche der Provinz Fujian verstehen es wie keine anderen, die besonders frischen Zutaten aus dem Meer zu köstlichen Hauptgerichten oder leckeren Suppen zu verarbeiten und hüten die Zusammensetzungen der Gewürzmischungen, die sie dazu verwenden den einzigartigen Geschmack dieser Region hervorzuzaubern, sorgfältig.

Guangzhou
Die Stadt Guangzhou ist ebenso unter dem Namen Kanton bekannt und somit gibt es natürlich auch hier traditionelle Kantonesische Küche zu genießen, die sich allerdings von der „Hong Kong-kantonesischen Küche“ deutlich unterscheidet. In Guangzhou wird im besten Sinne konventioneller gekocht und fremdländische Einflüsse braucht die „Yue Cuisine“ nicht wirklich. Sicher haben die Kulinarischen Strukturen Hong Kongs und Guangzhous gleiche Ursprünge, entwickelten sich aber spätestens seit Mitte des 18. Jahrhunderts durch die englische Kolonialisierung von Indien aus, in unterschiedliche Richtungen. Während der „Hong Kong Style“ sich mit englischen, japanischen und koreanischen Ingredienzien bereicherte, blieb die kantonesische Küche Guangzhous traditionell und ursprungstreu original, was natürlich insbesondere für Touristen einen ganz besonderen Reiz hat. Neben süß-sauren Gerichten ist auf einer „Yue-Speisekarte“ oft auch Spanferkel zu finden. Bei Dim-Sum-Leckereien sind allerdings auch deutliche Überschneidungen und Gemeinsamkeiten zu finden, wie das Beispiel der Frühlingsrolle zeigt.

 

 

Bild: ©chuyu/123rf.com

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