Ein Beispiel eines Users, der gefälschte Artikel bei WeChat anbietet

Ein Beispiel eines Users, der gefälschte Artikel bei WeChat anbietet

Dem Artikel zufolge kam einer der im letzten Beitrag erwähnten „Purchasing Agents“, Zhang Hua, durch einen Freund auf die Idee, mit dem Handel zu beginnen. Ohne die Mühe eine Geschäftslizenz erwerben zu müssen oder eine Verkäufergebühr an eine Online-Plattform zu überweisen, musste Zhang lediglich ein WeChat-Konto eröffnen, ein paar Repräsentanten der Fabriken, die die Fälschungen herstellen, zu ihren Freundeslisten bei WeChat und QQ hinzufügen sowie die von den Firmen geposteten Bilder von Luxusartikeln täglich teilen – und schon war ihr Geschäft eröffnet.

Wenn ein Freund bei WeChat die Bilder sieht, die Zhang empfiehlt, und Fragen zu den Produkten hat, fragt sie den Interessenten, das Bild des Produktes zu senden, an dem er interessiert ist, und leitet ihn dann direkt an die Fabriken weiter, die dann alles weitere übernehmen: Fragen beantworten, Preise bekanntgeben, Ratschläge geben usw. „Meine Rolle besteht darin, ein Brücke zwischen Anbieter und Interessenten zu sein. Nachdem der Käufer mich bezahlt hat, beauftrage ich die Fabriken, die Produkte zu versenden. Da keine Kosten für Lagerung und Logistik anfallen, mache ich meinen Gewinn ganz einfach aus der Preisdifferenz“, sagte Zhang.

Der Artikel verdeutlicht, dass das Klientel eines auf WeChat basierenden Geschäftes wie dieses im Allgemeinen aus näheren Bekannten besteht. Es ist also ein relativ neuer Weg, ein Geschäft zu führen, im Gegensatz zu Online-Stores wie Taobao. Die direkte Nutzung starker Verbindungen auf einem sozialen Netzwerk befähigt Verkäufer, Gebührenzahlungen an eine dritte Partei zu vermeiden.

Ein Grund dafür, dass WeChat einem Ladengeschäft oder Websites wie Taobao in Sachen „Käuferdienstleistungen“ überlegen ist, besteht einem erfahrenen Verkäufer zufolge darin, dass es zu riskant sei, ein Ladengeschäft mit erstklassig gefälschten Luxusartikeln zu eröffnen. Die Strafen, die anstehen, wenn man erwischt wird, seien erheblich. Auf Taobao zum Beispiel werden die Logos und Brandnames einfach digital ausradiert und mit Nicknames ersetzt: So steht „Chanty“ beispielsweise für „Chanel“ oder „P-Brand“ für „Prada“. Mit der von Taobao durchgesetzten Zensur sind Verkäufe normalerweise begrenzt. Des weiteren laufen Verkäufer Gefahr, negative Bewertungen zu bekommen oder die Produkte von enttäuschten Kunden zurückgesendet zu bekommen.

Bei WeChat jedoch ist der Inhalt, den man bei WeChat Moments postet, nur innerhalb des engsten Freundeskreises sichtbar. Somit ist die Wahrscheinlichkeit von der örtlichen Verwaltungsbehörde für Industrie und Handel zensiert zu werden äußerst gering.

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Bild: © WeChat

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