Die Nutzernamen in sozialen Netzwerken

Die Nutzernamen in sozialen Netzwerken

Bereits vergangene Woche haben wir über die strengere Zensur in China berichtet, die seit Ende Januar auch den Zugriff über sog. Tunnel mittels FTP-Server unterbindet. Auch dachten die chinesische Regierung und das zuständige Amt für Sicherheit darüber nach, eine Klarnamen-Pflicht in sozialen Netzwerken einzuführen. Obwohl es zu dieser nicht kam und es lediglich Pflicht ist, bei der Anmeldung für Accounts im Social Web seinen echten Namen zu hinterlegen, plant man nun gewisse Namen im chinesischen Netz auf den Index zu setzen.

Ab kommenden Sonntag, den 1. März 2015 sollen Usernamen die Personen des öffentlichen Lebens verunglimpfen, genauso verboten werden, wie Namen die Hass und Gewalt verbreiten, oder Anspielungen pornographischer oder vulgärer Art sind. Den neuen Regelungen ist außerdem der Zusatz beigefügt, der sich auf Namen bezieht, die die nationale Sicherheit oder Einheit beeinträchtigen könnten. Speziell diese Regelung ist explizit gesehen, natürlich auch immer ein gutes Stück Auslegungssache.
User, die aktuell einen Namen nutzen, der zu einer der künftig verbotenen Kategorien gehört, sollen in einer Übergangsfrist die Möglichkeit erhalten, ihren Namen zu wechseln, danach sind die Anbieter der Online-Dienste dazu angehalten, Profile unwilliger Benutzer einfach zu löschen.
Ein Sprecher der staatlichen Internet-Behörde Chinas erklärte, dass die künftig reglementierten Usernamen ein „zunehmend ernstes Problem“ seien, dem man entgegenwirken müsse, um ein Internet zu schaffen, in dem „es angenehm und nicht abstoßend oder chaotisch ist, die Usernamen anderer Menschen zu sehen“.

 

Bild: ©Minh Tang_123rf.com

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GF China Marketing

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