Chinas Geschichte: Der Taiping-Aufstand

Chinas Geschichte: Der Taiping-Aufstand

Viele Touristen haben aus Landesführern oder dem Internet schon vom Aufstand der Taiping gehört, wissen aber nicht genau, was es damit auf sich hat.

Zwischen 1850 und 1864 begann der Sektengründer und nach eigenen Aussagen „kleine Bruder von Jesus“ Hong Qiuquan einen der blutigsten Bürgerkriege der Weltgeschichte. Ziel der Armee war die schwächelnde amtierende kaiserliche Macht, der aus der Mandschurei stammenden Qing-Dynastie.Seine Armee bestand hauptsächlich aus unterdrückten Minderheiten und Unzufriedenen, von denen es durch die Hungersnöte der vorrausgehenden Jahre genug gab.

Hong Qiuquan trat mit seinen Anhängern nach Guerilla-Kriegen ab 1851 in einen offen Aufstand gegen die Regierung und rief sein himmlisches Königreich von Taiping aus. Die Bewegung wurde durch enormen Zulauf der unzufriedenen Landbevölkerung zu einem Zug einer großen Armee und wird in unterschiedlichen Quellen mit bis zu 20 Millionen Opfern beziffert. Hong Qiuquans Herrschaft war mit Prinzenherrschaften über jeweilige Regionen organisiert und hatte 1854 ihren Höhepunkt als man die Qing Dynastie am Rande einer endgültigen Niederlage hatte und sich auf dem Weg nach Peking befand, von wo Kaiser und Hof bereits geflohen waren. Dem Kaiser kam zuletzt eine Mongolische Reiterarmee zu Hilfe, die den Aufstand stoppen konnte. Im Zerwürfnis der eigenen Befehlshaber begann kurz darauf auch wieder der Niedergang der christlichen Soldaten.

Neue Anführer der Taiping blieben zwar stets in der Offensive, wurden aber letztendlich mit der Einmischung der ursprünglich neutralen französischen und englischen Kolonialmächte endgültig besiegt.

 

 

Bild: ©tangducminh4/123rf.com

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