China verschärft die Zensur im Netz

China verschärft die Zensur im Netz

China hat seine große Firewall noch einmal aufgestockt – die neue Zensur geht hart
gegen virtuelle private Netzwerke, sog. VPNs vor. Dies schränkt den Zugriff auf bisher
der Zensur zum Opfer gefallenen Webseiten noch stärker ein, bzw. macht diesen
unmöglich.

Die Aktion wurde durch chinesische Medien bestätigt und hat die betroffenen chinesischen
VPN-Anbieter, wie Astrill, Starke VPN und Golden Frog dazu gezwungen, Meldungen
herauszugeben, die von Problemen mit der Konnektivität in China, vor allem auf mobilen
Geräten, sprechen.

China erachtet politische Kritik, Fremdnachrichtenagenturen und Websites wie Google als
bedenklich. Ebenso ist der direkte Zugang zu Twitter, Facebook, YouTube & Co. in China
seit jeher blockiert. Bislang konnten allerdings sog. Tunnel durch VPN-Netzwerke genutzt
werden, um doch Zugriff zu erlangen. Für rund 10 Dollar pro Monat konnten Benutzer
gesperrter Webseiten diese Dienste in Anspruch nehmen.

Chinesische Medien haben die Niederschlagung, die zu dem seit 10 Jahren laufenden
Zensurprogramm „Golden Shield“ gehört, als eine „gesunde Entwicklung“ für das Internet
beschrieben, die ein weiterer Schritt in Richtung Cybersecurity sei.

Sollten die VPN-Blackouts bestehen bleiben, würde das auch Unternehmen Kopfzerbrechen
bereiten, die sich auf den Workaround verlassen, um Geschäfte zu betreiben.

Letztendlich werden findige Internet-Spezialisten für Firmen und Privates zwar in China
erneut einen Weg finden um auf eigentlich gesperrte Inhalte zugreifen zu können. Der großen
Masse wird dieses Privileg künftig aber eine deutlich größere Hürde sein.

 

Bild: ©Minh Tang_123rf.com

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GF China Marketing

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