Auch im China-Urlaub lässt sich Wein genießen!

Stetiges Wachsen ist nicht nur Chinas Wirtschaft vorbehalten. Auch produziert das Reich der Mitte immer mehr Wein. Schon heute verfügt das Land über die zweitgrößte Weinanbaufläche der Welt, deutlich vor Frankreich und Deutschland, mutet aber doch unter Weinkennern wie ein seltsamer Exot an. Zum größten Teil ist dies natürlich so, weil wir von 11 Millionen Hektoliter Produktion in Deutschland wenig mitbekommen, denn in den Export fließt äußerst wenig chinesischer Wein. Und auch die Weinkultur ist in China noch neu und braucht Zeit um sich zu entwickeln.

Chinas Weinanbaugebiete sind weit verstreut und vielfältig. In Ningxia, im Norden und im Zentrum des Landes sind die Winter eisig, mit Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt, so dass die Reben besondere Aufmerksamkeit brauchen, um sie am Leben zu erhalten. Im Süden Richtung Tibet, sowie in den Bereichen um Peking, herrscht ein sanftes Meeresklima.
Mit einer solchen Vielzahl von Klima und Boden sind Generalisierungen natürlich unmöglich. So bleibt im ersten Moment lediglich eine Bestandsaufnahme übrig, die sagt dass die meisten chinesischen Weine rot statt weiß sind und dass sich eine Faszination für Bordeaux etabliert hat, die äußerst einflussreich, eine ganze Menge von Cabernet Sauvignon und Merlot zur Folge hatte.
Und was ist mit dem Geschmack des chinesischen Weines? Auch hier macht eine Generalisierung keinen Sinn. Die Bandbreite reicht von großem Kino bis hin zu furchtbaren Geschmackserlebnissen. Wein-Experten sind sich einig, dass hier eine neue große Weinnation heranwächst, die aber eben noch am Fine-Tuning arbeiten muss. Und Wirtschafts-Experten wissen, dass die Qualität im Allgemeinen jedes Jahr, in Anbetracht der vielen Investitionen in Know-How und Technik besser werden wird, weswegen sie ihr Geld im Großprojekt „Wein aus China“ gut angelegt sehen.

 

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