Alibabas Dingtalk größter Konkurrent zu WeChat im Enterprise-Messenger-Dienst?

Alibabas Dingtalk größter Konkurrent zu WeChat im Enterprise-Messenger-Dienst?

Wie konnte sich in einem Feld, das von WeChat dominiert wird, eine neue Messenger-App positionieren und zum wichtigsten Enterprise-Messenger Dienst werden? Es gab noch ein Gebiet in China, das in Schattendasein führte: den Arbeitsplatz.

Die Alibaba Group erkannte diese Lücke und entwickelte 2014 Dingtalk in einer Zeit, wo eigentlich WeChat in führender Position in diesen Dingen war. DingTalk (chinesisch: 钉钉) ist eine Plattform für Unternehmenskommunikation und Zusammenarbeit und bietet iOS- und Android-Apps sowie Dienste für Mac- und PC-Clients. Bis 2018 wurde DingTalk zu einer der größten professionellen Kommunikations- und Management-Apps in China mit über 100 Millionen Nutzern.

Die Idee, die hinter Dingtalk steht, ist, dass die Menschen in Zukunft einen großen Teil ihrer Arbeit durch die Chat-Apps erledigen werden. Es sollte grundlegende Aufgaben wie bspw. Dateifreigabe oder Mitarbeiteraustritte sowie Funktionen wie zum Beispiel die Buchung von Geschäftsreisen oder die Beschaffung von Büromaterial.

Der App Store von Dingtalk bietet Drittanbieter, fast alles, vom Kundenbeziehungsmanagement bis zum Matchmaking-Service. Das heißt, Dingtalk versteht sich auch als eine Plattform, worauf die Kunden und ihre Partner Handel betreiben können. Wie in einem App-Store können Nutzer die Vielzahl von Drittanbieter-Diensten auf Dingtalk finden.

Aber es gibt auch, wie bei WeChat, negative Stimmen. Gerade die Mitarbeiter sehen große Nachteile mit der App. Es wird davon gesprochen, dass DingTalk eine ungesunde Arbeitskultur fördert. Zum Beispiel müssen sich Mitarbeiter virtuell jeden Tag anmelden, um ihre Anwesenheit aufzuzeichnen, und der Nachrichtenübermittlungsstatus kann niemals ausgeschaltet werden. Man kann mit Nachrichten bombardiert werden und sich leicht überwacht fühlen. Eine Tatsache , die in China ja eher ‚üblich‘ ist… Aber wie würde eine solche App in Europa bei den Arbeitgebern angenommen?

 

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gfredakteur1

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