Die Geschichte von Baidu

Die Geschichte von Baidu

In Deutschland nimmt Google einen Marktanteil von knapp 95% ein,was die Nutzung von Suchmaschinen betrifft. Dabei hat Deutschland mehr als 60 Millionen Nutzer, die aktiv im Internet nach Stichworten suchen. In China hingegen leben über 230 Millionen Menschen, die aktive Internetsuchen betreiben und sich auf die Zuverlässigkeit von Suchmaschinen stützen. Doch Google spielt fast keine Rolle, trotz der Mehrzahl der Nutzerkraft in China.

Einerseits liegt dies an der Zensur, die die chinesische Regierung betreibt, andererseits aber auch am lokal sehr erfolgreichen Google-Konkurrenten: Baidu.

Baidu ist die in China beliebteste Methode, um eine Stichwortsuche durchzuführen. In den Nachbarländern, die keiner Zensur unterliegen,ist Google – mit ähnlichen Marktanteilen wie in Deutschland – die führende Kraft der Suchmaschinen.

Dennoch hat Baidu dem großen westlichen Konzern einiges voraus und stellt in China die einzige große Alternative zu Google dar. Ob sich der Konzern über die chinesische Grenze hinwegsetzen kann, bleibt abzuwarten.

Auch wenn Baidu in China konkurrenzlos scheint, so lief es bei der Gründung und Etablierung des Unternehmens nicht so glatt, wie es den Anschein erweckt. Die Gründung von Baidu war ein Weg mit steinigem Pflaster, der vor allem durch Willenskraft beschritten werden konnte.

Baidu ist besonders dank der Vielzahl der chinesischen Nutzer eine der größten Suchmaschinen weltweit – und das nur knapp 17 Jahre nach der Gründung des Unternehmens. Zumindest in China scheint die Nutzung Baidus recht alternativlos zu sein und besonders im Bereich Marketing ist Baidu nicht nur für Privatpersonen interessant, sondern auch äußerst reizvoll für Firmen und Unternehmen, die sich via Marketing auf dem chinesischen Markt platzieren wollen.

Der größte Konkurrent von Google stammt aus China, genauer gesagt ist Baidu eine Erfindung des Software-Genies Robin Li und dessen Freund Eric Xu, der besonders für die finanziellen und administrativen Aufgaben im Unternehmen zuständig ist.

Im Jahr 2000 wurde Baidu in Peking gegründet und entwickelte sich seitdem rasant, doch der schnelle Erfolg, wie es scheint, hat eine lange Vorgeschichte und war ein wohlüberlegter Schritt der Gründer, die länger an ihrem Erfolg gebaut haben, als es der erste Anschein vermuten lässt.

Inzwischen zählen Robin Li und Eric Xu zu den reichsten Männern des Landes. Ihr Erfolg ist unverkennbar und die Bedeutung Baidus innerhalb der chinesischen Zensurpolitik ist unbestritten. Die Nutzung von Baidu ist obligatorisch, egal ob für private Suchen oder für Marketing durch Firmen und Unternehmen. Doch wer steckt eigentlich hinter der Organisation und der komplizierten Struktur hinter Baidu.com?

Die Antwort auf diese Frage ist nicht ganz leicht zu finden,doch die zwei Männer Eric Xu und Robin Li sind inzwischen äußerst prominent. Während Eric Xu aus einer Akademikerfamilie stammte und Biochemie erst mit dem Bachelor of Science, anschließend mit dem Master of Science abschloss und sich dann im Kapital- und Finanzwesen festsetzte, war der Weg von Robin Li ein gänzlich anderer.

Die Geschichte von Robin Li begann 1968 im kleinen chinesischen Städtchen Yangquan im Bezirk Shanxi. Unter den 5 Kindern der Familie Li ist Robin der einzige Sohn der Familie, wobei er und seine vier Schwestern die Kinder von Fabrikarbeitern sind – ganz im Gegensatz zu den Verhältnissen von Eric Xu.

Ganz nach dem Motto seiner Mutter lebend, die stets zu sagen pflegte „Wir haben keine Hintertür, wenn du mal ein besseres Leben möchtest, einen besseren Job, dann musst du wirklich hart lernen und dich bemühen auf das beste College zu kommen, das es gibt.“, tat Robin wie im geheißen.

Als er schließlich auf der High School war, entdeckte er im Computer nicht nur eine Vorliebe und ein Talent, sondern auch eine Passion, die entscheidend für seine weitere Zukunft sein würde.

Intensiv setzte sich der spätere Baidu-Gründer mit dem Programmieren und Lösen von Computerproblemen auseinander. Dabei partizipierte er an unzähligen Programmier-Wettbewerben in seiner Umgebung, bis er als einer der besten seinen Schulabschluss meisterte.

Seine Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit, mündend im schulischen Erfolg, brachten ihm schließlich im Alter von 19 Jahren einen Platz an der Universität in Peking ein. So begann Robin Li im Jahr 1987 sein Studium im Bereich ‚Information Management‘.

4 Jahre später, 19991, schloss er sein Studium erfolgreich mit dem Titel des Bachelor of Science ab, der es ihm ermöglichte,China zu verlassen und sein Glück in der Welt zu versuchen. Die Erfahrungen im Ausland sollten sich später als richtungsweisend herausstellen, was dem damals 23 Jährigen durchaus schon bewusst war, weswegen er sich für eine Anstellung im amerikanischen New Jersey entschied.

Dort arbeitetet er beim IDD Information Departement als Software-Entwickler für das berühmte und renommierte Wall Street Journal, die für Li eine wichtige erste Referenz neben hervorragenden Studien- und Schulleistungen darstellte.

Nebenher arbeitete Robin Li im Stillen und ganz privat an Algorithmen für Suchmaschinen. Die Beschäftigung mit einem der größten Probleme im Internet – der Sortierung und Ordnung von Informationen – bereitete ihm nicht nur Freude sondern stellte ein faszinierendes Themengebiet dar.

Der Durchbruch dieser geheimen und privaten Arbeit erfolgte im Jahr 1996, als Li seinen ersten Suchmaschinen-Algorithmus „Rankdex“ entwickelte. Dieser sollte später auch als Grundlage für die Seite Baidu.com dienen und Basis für den Erfolg des Google-Konkurrenten sein.

Als Li seine Ergebnisse auf einer Konferenz im Silicon Valle präsentierte, sicherte er sich die Aufmerksamkeit eines großen Unternehmens – die von Disney betriebene Suchmaschine und Informations-Sortier-Seite „Infoseek“ entdeckte das junge Talent und nahm es sofort unter Vertrag.

Jedoch wurde Li schnell klar, dass die Ziele von Disney und Infoseek nicht mit seinen Ambitionen übereinstimmten., was schon zu einer Trennung im Jahr 1998 führte, als Robert Li erneut im Silicon Valley seine Arbeit und Kenntnisse anzubringen versuchte.

Dort traf sich Li mit Eric Xu zu einer Konferenz, der ihm John Wu vorstellte, welcher zu diesem Zeitpunkt eines der führenden Mitglieder des berühmten Unternehmens Yahoo war. Damals waren die Vorstandsmitglieder – Wu eingeschlossen – eigentlich uninteressiert, was die Leistung und Optimierung bzw. Erstellung von Suchmaschinen-Algorithmen angeht. Doch die Leidenschaft des jungen Robert Li für die Suchmaschinen-Erstellung begeisterte letztendlich auch John Wu, wodurch die ersten wichtigen Kontakte geknüpft waren,um sich zu verselbstständigen.

Ein Jahr nach diesem schicksalhaften Treffen, im Jahr 1999 gründeten Robert Li und Eric Xu ihre eigene Internet-Firma, die ihnen durch die Finanzierung zweier Kapitalfirmen ein Startkapital von 1,2 Millionen US-Dollar einbrachte.

Dieses Kapital nutzten die beiden, um nach China zurückzukehren und dort im Jahr 2000 Baidu zu gründen. Im ersten Jahr war die Firma noch weit davon entfernt eine Suchmaschine mit enormen Bedeutungswert zu sein, doch das grundlegende Konzept von Baidu war zunächst sehr Kapital förderlich: So bot Baidu die Schaltung von Werbung an und wurde pro aktivem Aufruf und Anklicken jeder geschalteten AD einen bestimmten Betrag vom werbeschaltenden Unternehmen überwiesen.

Dem neuen Firmenkonzept schlossen sich mehrere Kapitalunternehmen an, die schließlich zusammen auf eine Summe von 10 Millionen US-Dollar kamen, die Baidu als Kapital für die Zukunft verbuchen konnte.

Vom Ad-Anbieter entwickelte sich Baidu innerhalb von einem Jahr zu einer Suchmaschine. 2001 wurde die Suchseite Baidu.com gelaunched.

Den nächsten Meilenstein nach ein paar Jahren der Etablierung konnte Baidu mit dem Gang an die Börse via NASDAQ setzen: Mit einem Aktienwert von 27 $ ging die Aktie am Morgen an die Börse, bis sie am Abend schließlich einen Wert von 122 $ aufweisen konnte. Damit hatte Baidu es innerhalb eines einzigen Tages geschafft, den Unternehmenswert zu vervielfachen und auf 4 Milliarden US-Dollar Firmenwert zu steigern.

Experten schätzten den abrupten Aufstieg der Aktie jedoch als Hype ein, womit sie letztendlich, wenn auch nur in Maßen, Recht behalten sollten. Die Aktie setzte sich schließlich bei ca. 88 $ fest, was immer noch eine deutliche Steigerung des Ausgangswertes war. Letztendlich hatte sich Baidu 2005 zu einem Unternehmen mit einem Aktienwert von run 2,9 Milliarden US-Dollar entwickelt und ist seit dem einer der größten, wenn nicht der größte Google-Konkurrent weltweit.

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GF China Marketing

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